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Parapsychologie
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Die Parapsychologie (von altgriechisch παρα- para-, deutsch ‚neben‘, und ÏˆÏ…Ï‡ÎżÎ»ÎżÎłÎŻÎ± psychologĂ­a, deutsch ‚Seelenkunde‘) versteht sich selbst als wissenschaftlichen Forschungszweig, der angeblich jenseits des normalen Wachbewusstseins liegende psychische FĂ€higkeiten untersucht, die das normale Erkenntnisvermögen ĂŒberschreiten, und ihre Ursachen sowie ein mögliches Leben nach dem Tod. Die seriöse Wissenschaft erkennt die Parapsychologie als wissenschaftliche Disziplin gemeinhin nicht an und betrachtet sie als Pseudowissenschaft.cite-ref-1[1]cite-ref-2[2]cite-ref-3[3]

Die parapsychologischen Experimente benutzten Zufallsgeneratoren fĂŒr den Versuch, außersinnliche Wahrnehmung, Psychokinese und PrĂ€kognition nachzuweisen. Mit sensorischer Deprivation und Ganzfeld-Versuchen wird die Möglichkeit außersinnlicher Wahrnehmung untersucht. In den Vereinigten Staaten spielten diese Tests in der Vergangenheit eine Rolle bei dem BemĂŒhen der Geheimdienste, außersinnliche Wahrnehmung fĂŒr Spionagezwecke einzusetzen.cite-ref-4[4] Parapsychologische Experimente werden nur an wenigen Orten auf der Welt systematisch durchgefĂŒhrt, so an einigen UniversitĂ€ten und privat finanzierten Instituten.cite-ref-5[5]

Die AnfĂ€nge der Parapsychologie reichen bis ins 19. Jahrhundert zurĂŒck. Dennoch ist es der Parapsychologie bislang nicht gelungen, die Existenz der von ihr untersuchten PhĂ€nomene zweifelsfrei nachzuweisen, trotz des Einsatzes von auch in anderen Bereichen der Wissenschaft wie der Psychologie und der Medizin verwendeter Methoden. Die Kritik an der Parapsychologie ist teilweise grundsĂ€tzlich, das heißt die Möglichkeit der Existenz paranormaler PhĂ€nomene wird grundsĂ€tzlich bestritten, teilweise bezieht sie sich auf die angewandten Methoden.

Contents

‱ Geschichte
‱ Forschung
‱ Methoden
‱ Kritik
‱ Betrug
‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Terminologie

Die Bezeichnung „Parapsychologie“ wurde 1889 von dem Psychologen Max Dessoir in einem Beitrag in der theosophischen Zeitschrift Sphinx eingefĂŒhrt. Dessoir erlĂ€uterte die Wortwahl folgendermaßen: „Bezeichnet man 
 mit Para – etwas, das ĂŒber das Gewöhnliche hinaus oder neben ihm hergeht, so kann man vielleicht die aus dem normalen Verlauf des Seelenlebens heraustretenden Erscheinungen parapsychische, die von ihnen handelnde Wissenschaft „Parapsychologie“ nennen. 
Das Wort ist nicht schön, aber es hat meines Erachtens den Vorzug, ein bisher noch unbenanntes Grenzgebiet zwischen dem Durchschnitt und den abnormen, pathologischen ZustĂ€nden kurz zu kennzeichnen.“cite-ref-6[6] Zu den zwischen den pathologischen ZustĂ€nden und den normalen ZustĂ€nden des Seelenlebens angesiedelten Erscheinungen gehörten zunĂ€chst vor allem die PhĂ€nomene des Mesmerismus wie Hypnose und animalischer Magnetismus.cite-ref-7[7] Joseph Banks Rhine griff den Ausdruck „Parapsychologie“ in den 1930ern als Ersatz fĂŒr den Begriff psychical research auf, um die Betonung auf Laborforschung und wissenschaftliche Methodik hervorzuheben.cite-ref-8[8] Parapsychologen bezeichnen die parapsychischen PhĂ€nomene, denen sie nachspĂŒren, mit dem griechischen Buchstaben ψ (= Psi), dem ersten Buchstaben des Wortes Psyche.cite-ref-psi-9-0[9] Da sich die Parapsychologie mit okkulten PhĂ€nomenen beschĂ€ftigt, die sich wissenschaftlich zunĂ€chst nicht erklĂ€ren lassen, Wissenschaftler aber das Wort Okkultismus meiden, verwenden sie stattdessen Begriffe wie Metapsychologie, ASW und Parapsychologie.cite-ref-10[10]

Geschichte

FrĂŒhe Forschung

Die Geschichte der Parapsychologie begann 1862 mit der GrĂŒndung des Ghost Club in England, der es sich zur Aufgabe machte, Geistererscheinungen zu untersuchen.cite-ref-11[11] 20 Jahre spĂ€ter, also 1882, wurde die Society for Psychical Research (SPR) in London gegrĂŒndet. Die SPR war der erste systematische Versuch, Wissenschaftler und Gelehrte in einer Organisation zu versammeln, um eine kritische und nachhaltige Erforschung paranormaler PhĂ€nomene zu gewĂ€hrleisten. Zu den frĂŒhen Mitgliedern der SPR gehörten Philosophen, Gelehrte, Wissenschaftler, PĂ€dagogen und Politiker wie Henry Sidgwick, Arthur Balfour, William Crookes, Rufus Osgood Mason und Charles Richet.cite-ref-beloff-12-0[12]

Die SPR teilte ihre ForschungsgegenstĂ€nde in verschiedene Klassen ein: Telepathie, Hypnose, Reichenbachs Lebenskraft Od, Geistererscheinungen und die parapsychologischen BegleitphĂ€nomene des Spiritismus wie das TischerĂŒcken und Materialisationen. Eine der ersten gemeinsam vollbrachten Leistungen war die „Erhebung ĂŒber SinnestĂ€uschungen“ (Census of Hallucinations), die Geistererscheinungen und SinnestĂ€uschungen bei Gesunden untersuchte. Diese Erhebung war der erste Versuch der SPR, mittels statistischer Methoden paranormale PhĂ€nomene zu erfassen, und die daraus 1886 hervorgegangene Publikation „Erscheinungen Lebender“ (Phantasms of the Living) wird immer noch hĂ€ufig in der parapsychologischen Literatur zitiert.

Die SPR wurde zum Vorbild fĂŒr Ă€hnliche Gesellschaften in anderen europĂ€ischen LĂ€ndern und in den Vereinigten Staaten im spĂ€ten 19. Jahrhundert. Vor allem auf Betreiben durch William James wurde die American Society for Psychical Research (ASPR) in New York 1885 gegrĂŒndet.cite-ref-berger-13-0[13]

In Deutschland grĂŒndeten 1886 Albert Freiherr von Schrenck-Notzing und Carl du Prel die Psychologische Gesellschaft in MĂŒnchen. Sie fĂŒhrte Untersuchungen zur Hypnose und zur Telekinese durch. Vor allem die dokumentierten Telekineseversuche in den 1920er und 1930er Jahren an der MĂŒnchener UniversitĂ€t, die Schrenck-Notzing im Beisein von Ärzten und Prominenten vorfĂŒhrte, machten die Parapsychologie in Deutschland bekannt. Bei diesen Versuchen mussten sich die Versuchspersonen vor den Tests im Beisein von Beobachtern entkleiden und umziehen und wurden bei den Versuchen oft in KĂ€fige eingesperrt und an HĂ€nden und FĂŒĂŸen festgehalten.

Bevor ungewöhnliche Effekte beobachtet werden konnten, gingen oft Stunden des Wartens voraus, in denen die Versuchspersonen in eine tiefe Trance mit lebhaften körperlichen Begleitsymptomen fielen. Die „telekinetischen“ PhĂ€nomene zeigten sich dann in Form einer Spieluhr, die von selbst zu spielen begann und danach auf Zuruf des Versuchsleiters vom Medium wieder angehalten oder neu gestartet werden konnte. Von emporschwebenden TaschentĂŒchern wurde auch berichtet. Nach solchen VorfĂŒhrungen wurden die GegenstĂ€nde von den Zeugen inspiziert. Dem Medium selbst waren phosphoreszierende ArmbĂ€nder und Leuchtpunkte auf die Kleidung befestigt worden, um auch bei geringer Helligkeit mögliche TĂ€uschungsversuche erkennen zu können. Als Besonderheit dieser Trance wird ihre erotische Komponente angemerkt: Es kam mitunter zu SamenergĂŒssen des Mediums wĂ€hrend der Trance, was bei der nachfolgenden Kleiderkontrolle bemerkt wurde.cite-ref-14[14] Der Schriftsteller Thomas Mann war als prominenter Zeuge bei den telekinetischen VorfĂŒhrungen Schrenck-Notzings mit dem Medium Rudi Schneider dabei und verarbeitete seine Erfahrungen in dem Roman Der Zauberberg.cite-ref-15[15]

Bei der Kriminalpolizei wurden ab 1919 „Telepathen“ zur AufklĂ€rung von Verbrechen eingesetzt, um daraus RĂŒckschlĂŒsse ĂŒber den möglichen Einsatz von Medien bei der Ermittlungsarbeit zu gewinnen: „Landesweite Schlagzeilen machte beispielsweise im Sommer 1921 die Frankfurter WahrtrĂ€umerin Minna Schmidt. Sie hatte im Fall eines Doppelmordes an zwei BĂŒrgermeistern in Heidelberg den spĂ€teren Fundort der Leichen bestimmt 
, was zum Thema fĂŒr große Feuilletons 
 wurde.“cite-ref-kripo-16-0[16] In der ĂŒberwiegenden Mehrheit der FĂ€lle, in denen Kriminaltelepathen eingesetzt wurden, konnten diese jedoch nichts zur VerbrechensaufklĂ€rung beitragen. Auch der Parapsychologe Hans Bender kam zu der Schlussfolgerung, dass die Angaben von Hellsehern vielleicht „parapsychologisch interessant“ seien, aber „fĂŒr die Ermittlung nutzlos“. Sogar „gemeingefĂ€hrlich“ sei es, wenn selbsternannte „okkulte Detektive“ sich einmischten.cite-ref-kripo-16-1[16]

Der französische Arzt Charles Richet forschte systematisch auf dem Gebiet der Parapsychologie; vor allem untersuchte er spiritistische Sitzungen, war aber auch der erste, der die statistische Methode 1895 in die Parapsychologie eingefĂŒhrt hat. 1919 wurde in Frankreich das Institut MĂ©tapsychique International gegrĂŒndet.cite-ref-17[17] Die ersten Forschungen fanden statt mit dem Medium Franek Kluski, dem nachgesagt wurde, Tiere und menschliche Formen materialisieren zu können.cite-ref-18[18] In den Niederlanden wurde 1920 die Studievereiniging voor Psychical Researchcite-ref-19[19] gegrĂŒndet, die ab 1921 die Zeitschrift Mededeelingen der Studievereiniging voor Psychical Research (MSPR) herausgab. 1928 begrĂŒndeten Paul Dietz, Wilhelm Heinrich Carl Tenhaeff und Emil Wegelin die unabhĂ€ngige Tijdschrift voor Parapsychologie (TP).cite-ref-20[20]

Die Ära J. B. Rhine

1911 wurde die Stanford-UniversitĂ€t zur ersten akademischen Institution in den Vereinigten Staaten, in der außersinnliche Wahrnehmung und Psychokinese im Labor erforscht wurden. 1930 wurde die Duke-UniversitĂ€t in Durham zur zweiten grĂ¶ĂŸeren akademischen Institution, die sich um die Erforschung von außersinnlicher Wahrnehmung und Psychokinese im Labor bemĂŒhte. Unter der Anleitung des Psychologen William McDougall und mit Hilfe anderer, darunter die Psychologen Karl Zener, Joseph Banks Rhine und Louisa E. Rhine, begann die Laborforschung zur außersinnlichen Wahrnehmung. Als Versuchspersonen wurden freiwillige Studenten herangezogen. Im Gegensatz zu den AnsĂ€tzen der SPR und der ASPR, die versuchten, durch qualitative Belege die Existenz paranormaler PhĂ€nomene zu bekrĂ€ftigen, stĂŒtzte man sich an der Duke-UniversitĂ€t auf quantitative Methoden. In Zenerkarten-Tests zum Nachweis außersinnlicher Wahrnehmung und WĂŒrfelversuchen zum Nachweis von Psychokinese wurden Ergebnisdaten erhoben, die dann mit Hilfe standardisierter statistischer Methoden ausgewertet werden konnten.cite-ref-berger-13-1[13]

Durch Rhines Buch Neuland der Seele („New Frontiers of the Mind“) im Jahre 1937 wurde die Laborforschung in Durham in eine breite Öffentlichkeit getragen. Rhine grĂŒndete innerhalb der Duke-UniversitĂ€t ein selbstĂ€ndiges parapsychologisches Labor und rief die Zeitschrift Journal of Parapsychology ins Leben, die er zusammen mit William McDougall herausgab.cite-ref-berger-13-2[13]

Die parapsychologischen Experimente an der Duke-UniversitĂ€t stießen auf viel Kritik vonseiten akademischer Psychologen, welche die Vorgehensweisen angriffen und die Existenz von außersinnlicher Wahrnehmung bestritten. Rhine und seine Mitarbeiter versuchten der Kritik durch neue Verfahren, Experimente und Studien zu entgegnen. Sie stellten sowohl Kritik wie auch ihre Entgegnungen in dem Buch Extra-Sensory Perception After Sixty Years ausfĂŒhrlich dar.cite-ref-esp60-21-0[21] Als Rhine 1965 in den Ruhestand ging, wurden die Verbindungen zwischen der UniversitĂ€t und der Parapsychologie aufgekĂŒndigt, spĂ€ter grĂŒndete Rhine aber die Foundation for Research on the Nature of Man (FRNM) und das Institute for Parapsychology als Nachfolgeinstitute des Labors an der Duke-UniversitĂ€t.cite-ref-berger-13-3[13] 1995, zum 100. Geburtstag J. B. Rhines, wurde das FRNM umbenannt in das Rhine Research Center. Heute ist das Rhine Research Center ein parapsychologisches Forschungsinstitut, das sich laut eigenen Angaben bemĂŒht, die „Tiefe, Weite und die Möglichkeiten des menschlichen Bewusstseins“ auszuloten.cite-ref-22[22]

In Deutschland forschte der Biologe und Naturphilosophie-Professor Hans Driesch ab 1924 im Bereich der Parapsychologie, fungierte 1926–1927 als PrĂ€sident der Society for Psychical Research und publizierte 1932 eine Methodenlehre fĂŒr dieses Gebiet (Parapsychologie – Die Wissenschaft von den „okkulten“ Erscheinungen).

Nach dem Zweiten Weltkrieg

In Deutschland wurde 1950 das Institut fĂŒr Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP) in Freiburg im Breisgau von dem Parapsychologen Hans Bender gegrĂŒndet. Schwerpunkte waren damals die Erforschung von SpukfĂ€llen sowie Laborversuche zu außersinnlicher Wahrnehmung und Psychokinese. Heute beschĂ€ftigt sich das Institut „mit der systematischen und interdisziplinĂ€ren Erforschung von bisher unzureichend verstandenen PhĂ€nomenen und Anomalien an den Grenzen unseres Wissens. Dazu zĂ€hlen verĂ€nderte BewusstseinszustĂ€nde und Erfahrungsbereiche, psychophysische Beziehungen sowie deren soziale, kulturelle und historische Kontexte aus den Perspektiven von Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften.“cite-ref-23[23]

Die Parapsychologische Vereinigung („Parapsychological Association“, abgekĂŒrzt PA) wurde in Durham, North Carolina am 19. Juni 1957 gegrĂŒndet. Ihre Bildung wurde durch J. B. Rhine bei einer Tagung im Parapsychologischen Labor der Duke-UniversitĂ€t angeregt. Rhine wĂŒnschte sich, dass die Vereinigung zum Keim einer internationalen professionellen Gesellschaft der Parapsychologie werde. Das Ziel der Vereinigung war laut der Satzung, dass „die Parapsychologie zu einer Wissenschaft aufsteigt, neue Erkenntnisse in ihrem Bereich verbreitet und die Entdeckungen mit den Erkenntnissen anderer Wissenschaftsbereiche verknĂŒpft“.cite-ref-24[24]

1969 wurde die Parapsychologische Vereinigung in die American Association for the Advancement of Science (AAAS) aufgenommen, die grĂ¶ĂŸte wissenschaftliche Gesellschaft weltweit.cite-ref-25[25] Zehn Jahre spĂ€ter verlangte der Physiker John A. Wheeler, dass die AAAS die weitere Mitgliedschaft der Parapsychologischen Vereinigung ĂŒberprĂŒfen mĂŒsse mit der BegrĂŒndung, die Parapsychologie sei eine Pseudowissenschaft.cite-ref-wheeler-26-0[26] Wheeler scheiterte jedoch mit seinem Versuch, die Parapsychologische Vereinigung aus der AAAS auszuschließen. Heute besteht die Parapsychologische Vereinigung aus 109 Vollmitgliedern weltweit und ist weiterhin Mitglied in der AAAS.cite-ref-27[27]cite-ref-urlpa-member-index-28-0[28]

Die 1970er Jahre: Dekade intensiver Forschung

Die Verbindung der Parapsychologischen Gesellschaft mit der American Association for the Advancement of Science zusammen mit einer allgemeinen Offenheit fĂŒr parapsychologische und okkulte PhĂ€nomene in den 1970er Jahren löste eine Dekade intensiver parapsychologischer Forschung aus. Aus dieser Dekade gingen weitere Organisationen wie die Academy of Parapsychology and Medicine (1970), das Institute of Parascience (1971), die Academy of Religion and Psychical Research, das Institute of Noetic Sciences (1973), die International Kirlian Research Association (1975) und das Princeton Engineering Anomalies Research Laboratory (1979) hervor.

Der Bereich der ForschungsgegenstĂ€nde variierte. Die Psychologin Thelma Moss studierte die Kirlianfotografie im parapsychologischen Labor der UniversitĂ€t Los Angeles. Karlis Osis fĂŒhrte Versuche zu außerkörperlichen Erfahrungen durch und der Physiker Russell Targ prĂ€gte den Begriff remote viewing (Fernwahrnehmung) fĂŒr seine Psi-Versuche 1974.

Andreas Resch aus Österreich wurde ab 1969 Professor fĂŒr „Klinische Psychologie und Paranormologie an der Accademia Alfonsiana, PĂ€pstliche LateranuniversitĂ€t Rom“.cite-ref-29[29] Resch grĂŒndete 1980 in Innsbruck das Institut fĂŒr Grenzgebiete der Wissenschaft (IGW) und bemĂŒhte sich um eine neue Systematik der Erforschung paranormaler Effekte unter dem Begriff Paranormologie.cite-ref-30[30]

Das rege Interesse an parapsychologischen PhĂ€nomenen hielt bis in die 1980er Jahre an. Ende der 1980er Jahre meldete die Parapsychologische Vereinigung, dass ihre Mitglieder aus mehr als 30 Nationen kommen. ZusĂ€tzlich wurde parapsychologische Forschung außerhalb der Parapsychologischen Vereinigung im Ostblock und in der frĂŒheren Sowjetunion betrieben. Intensiv wurden hier die angeblichen psychokinetischen FĂ€higkeiten des Mediums Nina Kulagina erforscht.cite-ref-31[31]cite-ref-32[32]cite-ref-33[33]

Die Parapsychologie in der Gegenwart

Im Vergleich zu den 1970er Jahren hat die parapsychologische Forschung in der Gegenwart weltweit betrĂ€chtlich abgenommen.cite-ref-smee-34-0[34] Einerseits konnte die quantitative Forschung nicht die Beweiskraft aufbringen, die von ihr erwartet wurde. Andererseits erwiesen sich einige scheinbar paranormale Effekte wie zum Beispiel die Kirlianfotografie unter strengeren Versuchsbedingungen als naturwissenschaftlich erklĂ€rbar. Viele UniversitĂ€ten schlossen ihre parapsychologischen Abteilungen. So wurde der einzige parapsychologische Lehrstuhl in Deutschland an der UniversitĂ€t Freiburg mit dem Tod von Johannes Mischo 2001 aufgehoben. In den Niederlanden wurde der ursprĂŒnglich weltweit erste Lehrstuhl fĂŒr Parapsychologie an der UniversitĂ€t Utrecht aufgelöst, den Wilhelm Heinrich Carl Tenhaeff, Sybo van Shouten und der Physiker Dick Bierman innehatten.cite-ref-35[35]cite-ref-36[36] In den Vereinigten Staaten wurde parapsychologische Forschung zunehmend von privaten Institutionen außerhalb der UniversitĂ€ten betrieben, finanziert durch Sponsoren und private Geldgeber. Nach 28 Jahren Forschung schloss auch eines der letzten universitĂ€r angebundenen Laboratorien, das Princeton Engineering Anomalies Research Laboratory (PEAR) 2007 mit der Emeritierung von Robert G. Jahn.cite-ref-37[37]cite-ref-smee-34-1[34]

Die UniversitĂ€t in Sankt Petersburgcite-ref-38[38] und zwei UniversitĂ€ten in den Vereinigten Staaten unterhalten parapsychologische Forschungseinrichtungen: Die UniversitĂ€t von Virginia mit einer Abteilung fĂŒr Wahrnehmungsstudien in dem Fachbereich Psychiatriecite-ref-39[39] und die UniversitĂ€t von Arizona mit dem Veritas Laboratory.cite-ref-40[40] Verschiedene private Einrichtungen wie das Institute of Noetic Sciencescite-ref-41[41] betreiben und fördern parapsychologische Forschung.

In Großbritannien wurden durch Robert L. Morriscite-ref-42[42] an der Koestler Parapsychology Unit der UniversitĂ€t Edinburghcite-ref-43[43] viele Forschungsprojekte an verschiedenen britischen UniversitĂ€tencite-ref-smee-34-2[34] angeregt. So existiert die parapsychologische Forschungsgruppe an der Hope-UniversitĂ€t in Liverpool,cite-ref-44[44] die Abteilung „Bewusstsein und Transpersonale Psychologie“ an der John-Moores UniversitĂ€t Liverpoolcite-ref-45[45] das „Zentrum fĂŒr das Studium anomaler psychologischer Prozesse“ an der UniversitĂ€t Northamptoncite-ref-46[46] und die Anomalistische Psychologie-Forschungseinheit am Goldsmiths College in London.cite-ref-47[47]

In Deutschland wird parapsychologische Forschung gegenwĂ€rtig neben dem Institut fĂŒr Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP) unter der Leitung von Dieter Vaitl auch an der von Walter von Lucadou geleiteten Parapsychologischen Beratungsstelle in Freiburg betrieben; die Parapsychologische Beratungsstelle bietet ein Beratungsangebot fĂŒr Menschen, die behaupten, ungewöhnliche, paranormale, okkulte oder unerklĂ€rliche Erfahrungen gemacht zu haben.cite-ref-48[48]

Parapsychologische Forschung ist zu einem kleinen Teil auch in andere Unterdisziplinen der Psychologie aufgegangen, darunter die anomalistische Psychologie, die paranormalen Überzeugungen und subjektiven anomalistischen Erfahrungen mit traditionell psychologischen Methoden nachgeht.cite-ref-49[49]

Forschung

Untersuchungsgebiet

Zu den Forschungsobjekten der Parapsychologie gehören scheinbar paranormale PhĂ€nomene, wie sie schon aus magischen und mystischen BewusstseinszustĂ€nden stammend, seit der Antike und dem Mittelalter ĂŒberliefert wurden,cite-ref-50[50] z. B.:

‱ Divination: Wahrsagen und Weissagen (siehe Prophezeiung)
‱ Telepathie: Übertragung von Informationen durch Gedanken oder GefĂŒhle zwischen Menschen ohne dabei irgendwelche Hilfsmittel der klassischen fĂŒnf Sinne zu verwenden.
‱ PrĂ€kognition: Empfangen oder wahrnehmen von Informationen zukĂŒnftiger Ereignisse, bevor diese eintreten und ohne dass sie aus den Möglichkeiten der Vergangenheit oder Gegenwart extrapoliert werden können.
‱ Hellsehen: Das Erhalten von Informationen ĂŒber Begebenheiten oder Ereignisse an entfernten Orten mithilfe bisher unbekannter Mittel.
‱ Psychokinese und Spuk: Die FĂ€higkeit, materielle oder physikalische Prozesse mithilfe bisher unbekannter Mittel zu beeinflussen.
‱ Geistererscheinungen: PhĂ€nomene, die oft in Verbindung gebracht werden mit Gespenstern und an Orten geschehen, die ein Verstorbener hĂ€ufig aufgesucht hat oder an Orten, an denen ein Verstorbener zuvor gelebt hat.
‱ Vision

Bei der Untersuchung scheinbar paranormaler PhĂ€nomene stellt sich unter strengen Experimentalbedingungen immer wieder heraus, dass es sich um normal erklĂ€rbare Erscheinungen handelt. Lassen sich parapsychologische Erscheinungen nicht erklĂ€ren, wird, sofern sich Massenexperimente durchfĂŒhren lassen, mittels der statistischen Parapsychologie versucht nachzuweisen, dass die Erscheinungen reiner Zufall sind.

Methoden

Parapsychologen benutzen qualitative Methoden wie sie auch in der traditionellen Psychologie und der Feldforschung angewendet werden (zum Beispiel das Platz-Experiment), aber auch quantitativ-statistische, empirische Methoden, die vor allem auf der Wahrscheinlichkeitsrechnung aufbauen. Zu den eher umstrittenen Methoden gehören die Metaanalysen zum Nachweis von „Psi“.cite-ref-smee-34-3[34]

Feldforschung

Die parapsychologische Beratungsstelle in Freiburg richtet ihr besonderes Augenmerk auf ungewöhnliche Erfahrungen mit Spuk und Poltergeist-PhĂ€nomenen. Sie wird von Menschen konsultiert, die scheinbar unerklĂ€rliche VorgĂ€nge erleben. Durch Untersuchungen vor Ort soll festgestellt werden, ob eine ErklĂ€rung fĂŒr die beobachteten PhĂ€nomene zu finden ist. So wurde beispielsweise ein „sprechender Wasserkessel“ untersucht, mit der Schlussfolgerung, dass ein stark einstrahlender Radiosender das Metall zum Vibrieren und damit zum Sprechen brachte, Ă€hnlich wie eine Lautsprechermembran.cite-ref-51[51]

Experimentelle Forschung

Ganzfeldversuche

Der Ganzfeld-Versuch ist ein Experiment, mit dem die Telepathie nachgewiesen werden soll. In einem typischen Ganzfeld-Versuch gibt es zwei Versuchspersonen, A und B, die beide voneinander rĂ€umlich getrennt und voneinander abgeschirmt sind.cite-ref-52[52] Person A wird von Umweltreizen abgeschirmt, wĂ€hrend der Person B Bilder oder kurze Videos gezeigt werden. Person B soll dann diese Information an Person A „senden“, welche dabei ihre Gedanken laut vortrĂ€gt. Zur Auswertung werden A vier Bilder oder Videos gezeigt, von denen eines das der Person B gezeigte Bild oder Video ist, die anderen drei dienen der Kontrolle. A versucht nun, das richtige vorher „gesendete“ Bild oder Video allein aufgrund der EindrĂŒcke und Empfindungen der Ganzfeld-Sitzung zu identifizieren.

Parapsychologen wie Dean Radin, Charles Honorton und Daryl J. Bem berichten, dass in den Ganzfeld-Versuchen – weltweit wurden ca. 3000 Sitzungen von rund zwei Dutzend Versuchsleitern durchgefĂŒhrt – ĂŒberdurchschnittlich oft vom „EmpfĂ€nger“ das Bild oder Video ausgewĂ€hlt wurde, das vorher auch „gesendet“ wurde.cite-ref-radnin97-53-0[53] Bem schreibt, dass Metaanalysen, die viele Ganzfeld-Studien berĂŒcksichtigen, eine hohe Signifikanz fĂŒr diese Versuchsreihen feststellten,cite-ref-psi-9-1[9] stieß mit seinen Behauptungen aber auf Ablehnung in der Wissenschaftsgemeinde.cite-ref-54[54]

Fernwahrnehmung

Fernwahrnehmungsversuche (Remote viewing) testen die FĂ€higkeit, an Informationen ĂŒber ein entferntes Objekt zu gelangen, das der körperlichen Wahrnehmung der Versuchsperson nicht zugĂ€nglich ist. Dabei versucht die Versuchsperson beispielsweise ein an einem entfernten Ort platziertes Foto zu beschreiben; es existieren aber verschiedene Methoden der analytischen Auswertung solcher Versuche. Ein Verfahren besteht darin, sieben Zielfotos und sieben „Antworten“ der Versuchsperson einem unabhĂ€ngigen Dritten vorzugeben, der dann das richtige Foto und die richtige Antwort der Versuchsperson dazu bestimmen soll.cite-ref-dunne-55-0[55]

Mehrere hundert solcher Versuche wurden von Forschern in mehr als zwei Dekaden am Princeton Engineering Anomalies Research Laboratory (PEAR) und von Wissenschaftlern der US-Regierung durchgefĂŒhrt. Robert G. Jahn und Brenda Dunne vom Princeton Engineering Anomalies Research Laboratory sehen in den gesammelten und ausgewerteten Ergebnissen dieser Versuche einen Hinweis darauf, dass Informationen von entfernten Fotos, wirklichen Landschaften und Ereignissen ĂŒberdurchschnittlich oft „empfangen“ wurden.cite-ref-dunne-55-1[55]

Psychokinese mit Zufallsgeneratoren

Die Entwicklung leistungsfĂ€higer und kostengĂŒnstiger Elektronik und Computertechnik ermöglichte vollautomatische Experimente, um die möglichen Interaktionen zwischen Bewusstsein und physikalischen Prozessen zu untersuchen. In der ĂŒblichen Form dieser Versuche wird ein echter Zufallsgenerator (RNG, abgeleitet von engl. Random Number Generator), basierend auf elektronischem Rauschen oder auf radioaktivem Zerfall, verwendet. Die erzeugten Daten werden aufgezeichnet und durch einen Computer ausgewertet. Eine Testperson soll wĂ€hrend einer vorher festgelegten Versuchsdauer versuchen, allein mittels Gedankenanstrengung die Verteilung der Zufallsdaten zu verĂ€ndern. Solch ein Experiment entspricht dem Versuch, beim MĂŒnzwerfen mehr „Zahlen“ als „Köpfe“ zu werfen oder umgekehrt.cite-ref-dunne85-56-0[56]

GrĂ¶ĂŸere Metaanalysen solcher Psychokineseversuche mit Zufallsgeneratoren werden in mehrjĂ€hrigen AbstĂ€nden seit 1986 veröffentlicht.cite-ref-dunne85-56-1[56] PEAR-GrĂŒnder Robert G. Jahn und seine Mitarbeiterin Brenda Dunne behaupten, dass die EffektstĂ€rke in allen Versuchen sehr gering sei, aber unabhĂ€ngig vom verwendeten Versuchsdesign statistische Signifikanz erreiche. Die Metaanalysecite-ref-pmid16822162-57-0[57] wurde im Psychological Bulletin 2006 zusammen mit kritischen Kommentarencite-ref-pmid16822164-58-0[58] veröffentlicht. Diese Metaanalyse umfasste 380 Studien und zog die zuvor behauptete statistische Signifikanz in Zweifel.

Bei Versuchen zu Vorausahnungen (PrĂ€kognition) werden einer Testperson auf einem Bildschirm per Zufallsprinzip und in unregelmĂ€ĂŸigem Abstand beruhigende oder erregende Bilder gezeigt. Dazu wird ein echter Zufallsgenerator verwendet, wodurch sichergestellt wird, dass die Darbietung keinem berechenbaren Muster folgt. Eine Sonde an der HautoberflĂ€che misst den Hautwiderstand, der sich bei Erregung verĂ€ndert. Sowohl die Bilder in ihrer Reihenfolge als auch die VerĂ€nderungen des Hautwiderstandes werden aufgezeichnet und hinterher ausgewertet. Bei einem solchen Experiment wurde beobachtet, dass es bereits zu VerĂ€nderungen im Hautwiderstand wenige Sekunden vorher kam, bevor die entsprechenden Bilder angezeigt wurden. Der Signifikanzwert p (die Wahrscheinlichkeit dafĂŒr, dass ein solches Ergebnis unter rein zufĂ€lligen Bedingungen zustande kommt und nicht auf prĂ€kognitive FĂ€higkeiten zurĂŒckzufĂŒhren ist) war in diesem Experiment kleiner als 0,001, also kleiner als ein Tausendstel.cite-ref-59[59]

Direkte mentale Beeinflussung von lebenden Wesen

Parapsychologen halten seit langem den mentalen Einfluss einer Person auf die Gedanken, Empfindungen oder das Nervensystem einer entfernten anderen Person fĂŒr möglich. Sie benutzen dafĂŒr Begriffe wie Psychokinese, „bio-PK“ oder AbkĂŒrzungen wie „DMILS“ (engl. „direct mental interactions with living systems“, zu Deutsch Direkte mentale Beeinflussung von lebenden Wesen).cite-ref-pmid15142304-60-0[60] Die ersten Untersuchungen gehen auf Charles Tart zurĂŒck.cite-ref-mc-61-0[61] Tart fĂŒgte sich 1963 selbst Schocks zu, wĂ€hrend bei einer Versuchsperson in einem anderen Raum Reaktionen des Sympathikus ĂŒberwacht wurden. Tart berichtete ĂŒber „erstaunliche Korrelationen“.cite-ref-62[62] Elisabeth Targ versuchte spĂ€ter, die Ergebnisse zu reproduzieren.cite-ref-63[63] Bei vielen DMILS-Experimenten wird versucht, aus dem direkten Vergleich der Hirnströme (EEG) oder HirnaktivitĂ€ten der Probanden SchlĂŒsse zu ziehen. Man hat durch viele verschiedene Maßnahmen versucht, statistisch signifikante Ergebnisse zu erzielen. So setzte man die Probanden etwa starken Reizen wie Lichtblitzen aus, weil man hoffte, dass diese sich im Hirn stĂ€rker einprĂ€gten als Bilder, Filme oder Gedanken. Dabei wurden bevorzugt motivierte Probanden eingesetzt, die sich sehr nahestanden. Positive Ergebnisse erhoffte man sich auch von guten Freunden oder eineiigen Zwillingen. Es wurde auch versucht, die Probanden durch Meditation aufeinander einzustimmen. Daher prĂ€gten Schlitz, Radin, Targ, Stone u. a. den scherzhaften Namen „Love studies“.cite-ref-mc-61-1[61]

Duane und Behrendt schilderten 1965 einen DMILS-Versuch mit eineiigen Zwillingen in Science,cite-ref-64[64] Grinberg-Zylberbaum wiederholte sie 1993 mit Lichtblitzen als Reizcite-ref-autogenerated1994-65-0[65] und Harald Walach, in Freiburg, 2003 mit schwarz-weißen Schachbrettmustern.cite-ref-66[66] Grindberg-Zylberbaum berichtete ĂŒber „zeitgleich-spezifische Muster“ in den EEGs von Paaren, die sich zuvor durch gemeinsame Meditation innerlich einander zugewandt hatten.cite-ref-autogenerated1994-65-1[65] Bei Ă€hnlichen Versuchen 2004 von M. Kittenis sollen die einzigen Personen, die keinerlei Synchronisierung im EEG zeigten, diejenigen ohne Partnerbindung gewesen sein.cite-ref-parapsychological2004-67-0[67] Weitere DMILS-Versuche fĂŒhrten 2004 D.I. Radin durch,cite-ref-68[68] sowie M.Yamamoto 1996 mit Qigong-Meistern.cite-ref-69[69]cite-ref-70[70]

Grindberg-Zylberbaum versuchte, durch den Nachweis lokaler HirnaktivitĂ€ten eine Synchronisation zwischen den Probanden nachzuweisen.cite-ref-71[71]cite-ref-72[72] Ähnlich experimentierten L. J. Standish 2003 und T. Richards 2005 an der Bastyr-UniversitĂ€t. Sie arbeiteten mit 30 sich nahestehenden Paaren, die ĂŒber Meditationserfahrung verfĂŒgten.cite-ref-73[73]cite-ref-74[74]cite-ref-75[75] Auch M. Kittenis wertete ihre Versuche von 2004 als erfolgreich.cite-ref-parapsychological2004-67-1[67] GrundsĂ€tzlich stellen die Parapsychologen bei diesen qualitativen DMILS-Experimenten nicht die Anforderung, dass eine statistisch signifikante Anzahl der Probanden messbare Übereinstimmungen zeigen; fĂŒr die Wertung als Erfolg genĂŒgt ein einziger Proband, der mehrmals zeitgleiche Effekte zeigt, die sich die Parapsychologen nicht anders erklĂ€ren können. Es gibt deshalb auch keine Metastudien, aber dafĂŒr vielfĂ€ltige Wiederholungen nach den oben beschriebenen Randbedingungen (Standish, Kittenis, Walach u. a.). Jedoch konnten in Untersuchungen von Wolfgang Ambach von 2008 zumindest bzgl. der Schachbrettmuster der von Grinberg gefundene Effekt nicht bestĂ€tigt werden.cite-ref-76[76]

Eine weitere Abwandlung von DMILS-Tests untersucht das GefĂŒhl, von hinten angestarrt zu werden. Person A und Person B befinden sich in getrennten RĂ€umen, und Person A wird in unregelmĂ€ĂŸigen ZeitabstĂ€nden gebeten, Person B auf einem Bildschirm „anzustarren“. WĂ€hrenddessen werden die Reaktionen des vegetativen Nervensystems bei Person B gemessen und aufgezeichnet.

Eine Metaanalyse, die im British Journal of Psychology 2004 veröffentlicht wurde, wies einen kleinen, aber insgesamt signifikanten DMILS-Effekt aus. Allerdings wurde auch kritisch festgestellt, dass die EffektstÀrke unter die Signifikanzgrenze sinkt, wenn nur eine kleine Zahl der qualitativ besten Studien eines einzigen Labors ausgewertet werden. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass zwar die Möglichkeit einer Anomalie im Hinblick auf fernwirkende Bewusstseinsakte nicht ausgeschlossen werden kann, aber die Anzahl unabhÀngiger Wiederholungsstudien und theoretischer Modelle zur ErklÀrung dieser Effekte zu gering ist.cite-ref-pmid15142304-60-1[60]

Theorien und Modelle

Verschiedene Theorien und Modelle versuchen Psi-PhÀnomene im Rahmen bereits bekannter und erweiterter Theorien zu erklÀren.

Walter von Lucadou hat fĂŒr die ErklĂ€rung von Spuk- und PoltergeistphĂ€nomenen das Modell der Pragmatischen Information vorgeschlagen, das eine „organisierte Geschlossenheit“ des menschlichen Bewusstseins mit GegenstĂ€nden seiner Umwelt annimmt, in der sich dann die bestehenden Spannungen auf unbewusste Weise in Form von Spuk „entladen“.cite-ref-77[77] Harald Atmanspacher, Hartmann Römer und Harald Walach haben dieses Modell weiterentwickelt zur Generalisierten Quantentheorie (Weak Quantum Theory), die mithilfe der aus der Quantenphysik bekannten Raum- und Zeitlosigkeit von Quanteneffekten (NichtlokalitĂ€t) auch transpersonale PhĂ€nomene und Psi-Effekte erklĂ€ren will.cite-ref-78[78]cite-ref-79[79]

Der Biologe Volker Guiard kritisierte das Modell der Pragmatischen Information von Walter von Lucadou zur ErklĂ€rung von SpukfĂ€llen vor allem wegen seiner Ungenauigkeit.cite-ref-80[80]cite-ref-81[81] Es macht zwar Aussagen ĂŒber das Auftreten und das Verschwinden paranormaler PhĂ€nomene, aber damit ist immer noch der Umstand verbunden, dass sich diese PhĂ€nomene dem forschenden Zugriff entziehen. Und unter diesen Bedingungen ist es schwer, ĂŒberhaupt einen Nachweis fĂŒr die Existenz solcher PhĂ€nomene zu erbringen.

Weitergehende Theorien beschreiben eine supra-physikalische RealitĂ€t, in die unsere raum-zeitliche RealitĂ€t mit ihren physikalischen Energiearten eingebettet ist. Beispiele sind die 12-dimensionalen Theorien von Burkhard Heim und Klaus Volkamer.cite-ref-82[82] In diesen Theorien enthaltene FragwĂŒrdigkeiten oder Fehler fĂŒhren dazu, dass sie von den Wissenschaften nicht beachtet werden. Ähnlich ergeht es der supra-physikalischen Theorie von J. H. Matthaei,cite-ref-83[83] die 12 zusĂ€tzliche Energiearten mit ihren supra-physikalischen Eigenschaften beschreibt. In keiner dieser Theorien gibt es „Psi“, aber sie liefern nach Ansicht ihrer Autoren tragfĂ€higere ErklĂ€rungsrahmen fĂŒr die nichtlokalen und nichtzeitlichen parapsychologischen Effekte als die physikalische Standardtheorie.

Kritik

Viele Beobachter der Parapsychologie bemĂ€ngeln an den parapsychologischen Ergebnissen ihre schlechte QualitĂ€t und die unzureichenden Kontrollbedingungen. In ihrer Sicht hat das ganze Forschungsfeld der Parapsychologie keine schlĂŒssigen Ergebnisse hervorgebracht. Sie fĂŒhren zur Untermauerung ihrer EinschĂ€tzung Belege fĂŒr Betrug, fehlerhafte Studien, magisches Denken und eine einseitige Sichtweise zur ErklĂ€rung parapsychologischer Ergebnisse an.cite-ref-84[84]

Die Existenz der parapsychologischen PhĂ€nomene ist bis heute Gegenstand regelmĂ€ĂŸiger Auseinandersetzungen.cite-ref-85[85] Insbesondere wird kritisiert, dass die Parapsychologie kein klar definiertes Sachgebiet hat, keine reproduzierbaren Experimente vorweisen kann, mittels derer sich die postulierten Psi-Effekte jederzeit demonstrieren lassen könnten, noch einen theoretischen Unterbau entwickelt hat, der die Effekte erklĂ€ren könnte.cite-ref-86[86] Der Psychologe James E. Alcock schreibt, dass nur wenige parapsychologische Ergebnisse interdisziplinĂ€re Forschung mit Physik oder Biologie angeregt hĂ€tten. Alcock stellt fest, dass die Parapsychologie unter den Wissenschaften in einem Ausmaß isoliert dasteht, dass ihre LegitimitĂ€t fraglich istcite-ref-alcock81-87-0[87] und als Ganzes nicht „wissenschaftlich“ genannt werden darf.cite-ref-alcock98-88-0[88]

Betrug

Wie in anderen Forschungsgebieten auch, gibt es Belege fĂŒr Betrug und FĂ€lschung in der Geschichte der Parapsychologie. Aber speziell die Verbindung von Psi und Betrug ist weit verbreitet im wissenschaftlichen Bewusstsein.cite-ref-89[89] Der Direktor des Rhine Research Centers, John Palmer, schrieb: „Betrug bei parapsychologischen Versuchen ist der entscheidendste und wichtigste Faktor, der das Ansehen der Parapsychologie beschĂ€digt und ihre Entwicklung verzögert.“cite-ref-90[90]

Das Soal-Goldney-Experiment von 1941 bis 1943, das vorgab, prĂ€kognitive FĂ€higkeiten in Testpersonen bewiesen zu haben, wurde lange Zeit fĂŒr eine der besten Studien in diesem Feld gehalten, weil es auf unabhĂ€ngige Kontrolle und auf unabhĂ€ngige Zeugen setzte. Allerdings wurden viele Jahre spĂ€ter VerdĂ€chtigungen im Hinblick auf Betrug bestĂ€tigt, als bekannt wurde, dass Soal die Rohdaten des Versuchs gefĂ€lscht hatte.cite-ref-alcock81-87-1[87]cite-ref-haskell-91-0[91]cite-ref-marwick-92-0[92]

Viele Medien benutzten betrĂŒgerische Elemente und konnten schon frĂŒh durch Skeptiker wie z. B. Richard Hodgsoncite-ref-93[93] und Harry Price enttarnt werden.cite-ref-94[94] In den 1920ern kommentierte der BĂŒhnenzauberer und EntfesselungskĂŒnstler Harry Houdini, dass die verwendeten Versuchsanordnungen nicht absolut betrugsicher wĂ€ren.cite-ref-houdini-95-0[95] Der BĂŒhnenmagier Allan (1909–1990) entlarvte spiritistische Schwindeleien, betrĂŒgerische „Telekinese“, Falschspieler und „Hellseher“. Nach 1945 war er Gutachter fĂŒr Falschspiel.cite-ref-96[96]

1979 initiierte der BĂŒhnenzauberer James Randi eine Entlarvungsaktion, die spĂ€ter als Project Alpha bekannt wurde. Randi bildete zwei junge ZauberkĂŒnstler aus und schickte sie inkognito zum McDonnell-Labor der UniversitĂ€t von Washington mit dem Ziel, schlechte Versuchsmethoden und die unbekĂŒmmerte Vertrauensseligkeit in der Parapsychologie zu entlarven. Obwohl das McDonnell-Labor keine öffentliche Aussage darĂŒber machte, dass die von den beiden getarnten ZauberkĂŒnstlern demonstrierten Effekte authentisch seien, hintergingen sie die Versuchsleiter mit vermeintlich telekinetischer Löffelbiegerei vier Jahre lang.cite-ref-randi83-97-0[97]cite-ref-98[98] Dieses Experiment wurde als Argument dafĂŒr angefĂŒhrt, dass die meisten, wenn nicht sogar alle ungewöhnlichen Versuchsergebnisse in der Parapsychologie auf Fehlern oder Betrug beruhen.

Kritik der experimentellen Ergebnisse

Gutachter kritisieren, dass scheinbar erfolgreiche Versuchsergebnisse in der Psi-Forschung eher auf ungenauen VersuchsdurchfĂŒhrungen, schlecht ausgebildeten Forschern und methodischen Fehlern beruhen als auf echten Psi-Effekten.cite-ref-akers-99-0[99]cite-ref-100[100]cite-ref-101[101]cite-ref-102[102] So wurden die Ergebnisdaten des PEAR-Labors von der Statistik-Professorin Jessica Utts und dem Psychologen Ray Hyman in Frage gestellt. Utts hat festgestellt, dass diese Versuche an einer Vielzahl von Problemen leiden, was die Randomisierung, die statistischen Kontrolldaten und die Anwendung statistischer Modelle betrifft. Wegen der Defizite in den Versuchsanordnungen und der statistischen Auswertungsverfahren seien die publizierten Signifikanzwerte wertlos.cite-ref-103[103]

Psi ist ein negativ bestimmter Begriff, das heißt, die ĂŒbliche Vorgehensweise, Belege fĂŒr parapsychologische PhĂ€nomene zu gewinnen, geht ĂŒber die statistische Abweichung vom mittleren Zufallswert. Der kritische Punkt ist jedoch: statistische Abweichung vom mittleren Zufallswert ist, streng genommen, nur ein Beleg fĂŒr eine statistische Anomalie, oder ein Indiz, dass irgendeine unbekannte Variable die beobachtete Mittelwertabweichung bewirkt hat. Damit aber kann keine positive Aussage ĂŒber Psi gemacht werden. So stellt Psi eine LeerhĂŒlse dar, die eigentlich nur beschreibt, dass die Daten eines Experimentes mit den bekannten Variablen nicht zu 100 Prozent erklĂ€rt werden können. Hyman geht noch weiter und schlussfolgert, dass selbst, wenn eine parapsychologische Forschung in der Lage ist, einen signifikanten, reproduzierbaren Effekt zu erzeugen, das noch weit entfernt ist von der Schlussfolgerung, dass Psi-Wirkungen endlich bewiesen seien.cite-ref-hyman33-104-0[104]

Voreingenommenheit und Metaanalysen

AusgewĂ€hltes Berichten (engl. „selection bias“ oder „selective reporting“) wird von Kritikern als eine ErklĂ€rung fĂŒr die positiven Ergebnisse der Parapsychologie angegeben. Selektives Publizieren bedeutet, dass nur positive Studien publiziert werden, wĂ€hrend negative Studien oder unbedeutende Ergebnisse nicht öffentlich gemacht werden.cite-ref-pmid16822164-58-1[58] Selektives Publizieren hat einen erheblichen Einfluss auf Metaanalysen, die eine statistische Methode darstellen, um die Ergebnisse vieler Studien zusammenzufassen und daraus eine Gesamtsignifikanz zu bestimmen, die grĂ¶ĂŸer als diejenige von einzelnen Studien sein kann. Wenn aber die negativen und unbedeutenden Studien in solch einer Metaanalyse nicht vorkommen, wird das Gesamtergebnis am Ende positiv verzerrt und fĂŒhrt dann zu falschen SchlĂŒssen. Als Beispiel: Die Metaanalyse zu Psychokineseversuchen vereinte die Ergebnisse von 380 Studiencite-ref-pmid16822162-57-1[57] einschließlich der Daten des Princeton Engineering Anomalies Research-Labors. Durch eine andere Methode der EffektstĂ€rkenberechnung stellte sich heraus, dass die positive Gesamtsignifikanz dieser gesamten Studien sich durch nur wenige zusĂ€tzliche negative Studien aufhebt, was den Verdacht von selektivem Publizieren als Ursache des positiven Gesamtergebnisses schĂŒrt.cite-ref-smee-34-4[34]

Die PopularitĂ€t von Metaanalysen wurde schon von zahlreichen Wissenschaftlern kritisiert und stellt die Resultate der Parapsychologie in Frage.cite-ref-105[105] Kritiker werfen der Parapsychologie vor, sie missbrauche Metaanalysen, um den falschen Eindruck zu erwecken, ĂŒber die statistische Signifikanz sei bereits der Nachweis von Psi-PhĂ€nomenen gelungen.cite-ref-stenger-106-0[106] Ähnliche Probleme mit Metaanalysen wurden auch schon in der Medizin beobachtet. Jim E. Kennedy hat geschrieben, dass die Bedenken zum Gebrauch der Metaanalysen in Wissenschaft und Medizin auch die Probleme in der Parapsychologie mit ausmachen. Auch Post-hoc-Analysen, d. h. Auswertungen, bei denen nach Abschluss der Versuche die Auswertungsverfahren festgelegt werden, können einen falschen Eindruck erwecken, wenn sie nicht zur Hypothesenfindung dienen, sondern Psi-Effekte nachtrĂ€glich ausweisen sollen.cite-ref-107[107]

Siehe auch
Literatur

‱ Hans Bender: Parapsychologie. Darmstadt 1966.
‱ Lawrence LeShan: The Medium, the Mystic and the Physicist: Towards a General Theory of the Paranormal. New York 1974.
‱ Walter von Lucadou: Experimentelle Untersuchungen zur Beeinflußbarkeit von stochastischen quantenphysikalischen Systemen durch den Beobachter. Dissertation an der Freien UniversitĂ€t Berlin. Haag und Herchen, Frankfurt am Main 1986, ISBN 978-3-89184-020-7.
‱ Walter von Lucadou: Psi-PhĂ€nomene. Neue Ergebnisse der Psychokineseforschung. Insel, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-458-33809-8.
‱ Eberhard Bauer und Michael Schetsche (Hrsg.): AlltĂ€gliche Wunder. Erfahrungen mit dem Übersinnlichen – wissenschaftliche Befunde. Ergon, WĂŒrzburg 2003, ISBN 3-89913-311-0.
‱ Andreas Hergovich: Der Glaube an Psi – Die Psychologie paranormaler PhĂ€nomene. Huber, Bern 2001, ISBN 3-456-83643-0.
‱ Martin Lambeck: Irrt die Physik? Über alternative Medizin und Esoterik. ISBN 978-3-406-67096-1.
‱ Martin Mahner: Der Tod der Parapsychologie. Im Skeptiker 2/2010.
‱ Deutsche Ausgabe: Lexikon der ĂŒbersinnlichen PhĂ€nomene. Die Wahrheit ĂŒber die paranormale Welt. Heyne, MĂŒnchen 2001, ISBN 3-453-18848-9.
‱ Inge HĂŒsgen, Wolfgang Hell: Parapsychologie, in: „Skeptiker-Lexikon“ der GWUP.
‱ Milan Ryzl: Das große Handbuch der Parapsychologie. Ariston 1997. ISBN 3-7205-1993-7.

Weblinks

Wiktionary: Parapsychologie

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

‱ Wissenschaftliche Gesellschaft zur Förderung der Parapsychologie e. V.
‱ Österreichische Gesellschaft fĂŒr Parapsychologie
‱ Linkkatalog zum Thema Parapsychology bei curlie.org (ehemals DMOZ)
‱ Digitalisierte Zeitschriften aus dem Bereich „Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie“, UB Freiburg

Verschiedene Texte

‱ Ronald Weigl: Die Parapsychologie als eine eigenstĂ€ndige Wissenschaft: Eine BegriffsklĂ€rung, EinfĂŒhrung und Darstellung der bisherigen Forschung

BGH-Grundsatzurteile

‱ In einem BGH-Grundsatzurteil vom 21. Mai 1978 wurde die Parapsychologie zum „Aberglauben oder Wahn“ erklĂ€rt.cite-ref-108[108]
‱ Parapsychologische Gutachten als Beweismittel untauglich (BGH NJW 1978, 1207), jurion.de, Rn 22f
‱ Keine „magischen KrĂ€fte“ beim Kartenlesen (BGH, 13. Januar 2011 – III ZR 87/10)

Einzelnachweise

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cite-note-22. ↑ Marie-Catherine Mousseau: Parapsychology: Science or Pseudo-Science? In: Journal of Scientic Exploration. Band 17, Nr. 2, 2003, S. 271–282.
cite-note-33. ↑ Trevor Pinch329-48.: Normal Explanations of the Paranormal: The demarcation problem and fraud in parapsychology. Social Studies of Science, Nr. 9, 1979.
cite-note-44. ↑ Stargate – Remote vieweing history – military. In: remoteviewed.com. Abgerufen am 19. Januar 2009 (englisch).
cite-note-55. ↑ Bernard Carr: The Growth of UK Academic Parapsychology. In: Society for Psychical Research (Hrsg.): The Paranormal Review. The Magazine of the Society for Psychical Research. Nr. 48, 2008, S. 23–25.
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cite-note-2929. ↑ Andreas Resch – Biographie. Institut fĂŒr Grenzgebiete der Wissenschaft, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 22. Januar 2009; abgerufen am 19. Januar 2009.
cite-note-3030. ↑ Andreas Resch: Paranormologie. Institut fĂŒr Grenzgebiete der Wissenschaft, ehemals im Original (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen am 21. Juni 2025.@1@2Vorlage:Toter Link/www.igw-resch-verlag.at (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
cite-note-3131. ↑ „G.A. Sergevev is known to have studied Nina Kulagina, a well-known psychic from Leningrad. Although no detailed results are available, Sergvev's inferences are that she was successful in repeating psychokinetic phenomena under controlled conditions. G.A. Sergevev is well-respected researcher and has been active in paraphysics research since the early 1960's.“ Zitiert nach Defense Intelligence Agency (Hrsg.): Paraphysics R&D – Warsaw Pact (U). Prepared by U.S. Air Force, Air Force Systems Command Foreign Technology Division. DST-1810S-202-78, DIA TASK NO. PT-1810-18-76, S. 7 f. (dia.mil (Memento vom 13. Juni 2010 im Internet Archive) [PDF]).
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